Fair Media ist eine Hilfestellung für Journalistinnen und Journalisten, die über Menschen mit psychischen Erkrankungen berichten. Gegen Stigmatisierung und Diskriminierung.

Empfehlungen

Wie entsteht ein angemessenes Bild von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Medien. Unsere Empfehlungen finden Sie hier. mehr

Experten

Betroffene, Angehörige und Fachleute stehen Ihnen für Gespräche gerne zur Verfügung. Adressen und Telefonnummern zu verschiedenen Themen. mehr

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Über das Thema Suizid und Mord angemessen zu berichten erfordert besondere Aufmerksamkeit. Einige Fakten dazu und weiterführende Kontakte. mehr

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Infomaterialien und aktuelle Recherchehilfen zum Thema psychische Erkrankungen. Broschüren und Dossiers stehen hier für Sie bereit. mehr


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Grußwort

Stereotype Kategorisierungen – „Schubladen“ – und Klischees sind in den Medien ein Versuch, die vielfältige Wirklichkeit zu vereinfachen, um sie „griffiger“ aufbereiten und vermitteln zu können. Journalismus bewegt sich in einem Spannungsfeld zwischen Reduktion von Komplexität und adäquater Abbildung von Wirklichkeit. Auch wenn das journalistische Ziel eine möglichst objektive und neutrale Berichterstattung ist, machen es alltäglicher Zeit- und Aktualitätsdruck den Redaktionen oft zusätzlich schwer, Ereignisse oder Phänomene aus unterschiedlichen Blickwinkeln differenziert zu betrachten und nicht zu voreiligen Schlüssen zu kommen.

Beim Thema psychischer Erkrankungen kann dies allerdings sehr direkte und oft sicher ungewollte negative Folgen haben. Eine stigmatisierende Berichterstattung aus Unwissenheit, mangelnder Zeit, aber vielleicht auch, um die Sensationslust der Leser zu befriedigen, trägt maßgeblich zur Aufrechterhaltung diskriminierender Ansichten und Verhaltensweisen bei – mit der Folge, dass Menschen mit psychischen Erkrankungen aus der Gesellschaft ausgegrenzt werden: Sie werden ungerechtfertigt als gefährlich, unberechenbar oder willensschwach wahrgenommen und gemieden, verlieren Freunde, finden keinen Arbeitsplatz oder werden von der Krankenversicherung ausgeschlossen.

Vermeidung, aber auch Bekämpfung von Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen sind eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die uns alle betrifft und fordert. Ihre Bewältigung ist eine wesentliche Voraussetzung für den erfolgreichen Weg zu einer gelebten Inklusion. Den Medien kommt dabei eine besondere Rolle zu. 

Eine Studie des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit hat bestätigt, dass besonders der Kontakt zu Betroffenen oder Angehörigen dabei hilft, Vorurteile bezüglich psychischer Erkrankungen abzubauen. Journalistische Medien haben die Möglichkeit, über das geschriebene Wort und die Kraft der Imagination einen solchen Kontakt aufzubauen. Eine sachliche, ausgewogene und differenzierte Berichterstattung sowie das Miteinbeziehen und Zu-Wortkommen-Lassen der Betroffenen und Angehörigen sowie der professionellen Vertreter von Psychiatrie und Psychotherapie können dabei mithelfen, dass sich das Bild „vom unberechenbaren Verrückten“ hin zum „Menschen mit einer psychischen Erkrankung“ und gleichberechtigten Mitbürger in unserer Gesellschaft wandelt.

Lassen Sie uns gemeinsam an diesem Ziel arbeiten! Die folgenden Empfehlungen mögen Sie dabei unterstützen.

Prof. Dr. med. Wolfgang Gaebel
Vorsitzender des Aktionsbündnisses Seelische Gesundheit

Aktuelles

Pressemitteilung vom 14. März 2016
Gegen die Stigmatisierung von Menschen mit psychischen Erkrankungen in den Medien - Aktionsbündnis Seelische Gesundheit legt Abschlussbericht vor
In einem mehrteiligen Medienprojekt zur Förderung der Aufklärung über psychische Erkrankungen im Bereich der Medien und des Journalismus, hat das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit mit verschiedenen Interventionen untersucht, wie die Voraussetzungen für eine nicht diskriminierende und nicht stigmatisierende Berichterstattung über Menschen mit psychischen Erkrankungen zu verbessern sind.
zur Pressemitteilung...

 

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Das Aktionsbündnis Seelische Gesundheit ist eine Initiative zur Förderung der psychischen und seelischen Gesundheit in Deutschland. mehr


 

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