Psychische Erkrankungen bei Jugendlichen

Schutzfaktor Schule

Die Schule ist häufig der Ort, wo psychische Krisen von Heranwachsenden erstmals erkannt werden. „Die Lehrerinnen und Lehrer sehen viele Kinder in einer Altersgruppe, so dass Unterschiede in der Leistung oder im Verhalten schnell auffallen“, berichtet Dr. Manuela Richter-Werling, Geschäftsführerin des Leipziger Vereins Irrsinnig Menschlich e.V. „Zudem sind die Lehrer gefühlsmäßig nicht so an ein Kind gebunden wie die Eltern, so dass sie Veränderungen deutlicher wahrnehmen.“

Ein gutes Schulklima ist neben einem guten Familienklima der wichtigste Schutzfaktor für die seelische Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Das ist der Ausgangspunkt für die Arbeit des Vereins Irrsinnig Menschlich. Doch seelische Gesundheit ist an den Schulen oft kein Thema und die Lehrenden sind häufig nicht ausreichend geschult oder bekommen wenig Unterstützung. „Viele Lehrer haben Angst vor dem Thema und Vorurteile – oft mehr als die Schülerinnen und Schüler selbst“, berichtet Richter-Werling. Das stellt sie immer wieder auf den Projekttagen fest, die der Leipziger Verein mit knapp 60 Regionalgruppen deutschlandweit in Schulen anbietet.


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