Mord und Suizid gehören zu den Themen, deren angemessene journalistische Aufbereitung mit am schwierigsten ist. Viele der Menschen, die durch einen Suizid sterben, leiden an einer psychischen Erkrankung, wie zum Beispiel Depressionen.

Die Mehrheit der Menschen, die einen Suizid erwägen, ist diesem Entschluss gegenüber ambivalent. Im Vordergrund steht häufig das Gefühl, so wie bisher nicht weiterleben zu können – weniger der Wunsch zu sterben. Eine Berichterstattung, die einen Suizid als spektakulär, nachvollziehbar oder romantisierend darstellt, kann zur Identifikation mit den Suizidenten führen, und Menschen, die sich in einer suizidalen Krise befinden, dazu bewegen, die suizidale Tat durchzuführen. Bei der Berichterstattung über Suizid oder Amok (der häufig eine Form des sogenannten „erweiterten Suizids“ darstellt, bei dem der/die Betroffene neben sich auch andere Menschen tötet oder die Tötung durch Sicherheitskräfte provoziert) sollte deshalb besondere Vorsicht gelten. Auch die Berichterstattung über (zweifelhafte) Mord- und Tötungsfälle ist ein Sonderfall. Bei dem Kontakt zu Angehörigen von zu Tode Gekommenen ist ein besonders feinfühliges Verhalten geboten. Zur angemessenen Berichterstattung über Suizid, Mord und Tötung sei an dieser Stelle auf die ausführlichen Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Suizidprävention (DGS), der Stiftung Deutsche Depressionshilfe sowie die Webseiten der Betroffenen- und Angehörigenorganisation „Freunde fürs Leben“ und der Hilfs- und Selbsthilfeorganisation für Angehörige von Mord-, Tötungs-, Suizid- und Vermisstenfällen (ANUAS) verwiesen:

 


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