Einer Studie des Instituts für Angewandte Medienwissenschaft (IAM) zufolge hat die Berichterstattung über Menschen mit psychischen Erkrankungen in den vergangenen Jahren drastisch zugenommen.

Mit dem zunehmenden Bewusstsein und Interesse der Öffentlichkeit für psychische Erkrankungen, deren Ursachen und Behandlung sind skandalisierende Titelstorys die Ausnahme geworden. Dennoch ist die Berichterstattung über Menschen mit psychischen Erkrankungen nach wie vor hauptsächlich negativ.

Der Fokus liegt auf dem Zusammenhang zwischen psychischen Erkrankungen und Gewalt, Straftaten und Gerichtsverfahren, sowie zwischen psychischen Erkrankungen und von der Norm abweichendem Verhalten. Eine helfende Psychiatrie und Psychotherapie sowie eine mögliche Heilung werden kaum dargestellt. Dass psychische Erkrankungen bei rechtzeitiger Erkennung und fachgerechter Behandlung auch einen günstigen Verlauf nehmen können, wird nur unzureichend vermittelt. Es entsteht das falsche Bild eines quasi unausweichlich in den Suizid, in soziale Konflikte oder gar Straftaten führenden Krankheitsverlaufs.


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